Wie können Forschungsergebnisse ihren Weg aus dem Labor in die Praxis finden? Welche Möglichkeiten gibt es für Wissenschaftler:innen, durch Forschungstransfer ihren Karrierewegs aktiv selbst zu gestalten? Und vor allem: Wie unterstützt JENAINNOVATION auf diesem Weg ganz konkret?
Mit diesen Fragen brachte JENAINNOVATION am gestrigen Donnerstag Forschende unterschiedlicher Disziplinen und Karrierephasen in den Räumlichkeiten des Abbe Centers of Photonics zusammen. Die Veranstaltung »MORE THAN A PAPER« bot aber nicht nur Einblicke in Unterstützungsangebote rund um Innovation und Wissens- und Technologietransfer – sondern vor allem Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken bei lockerer Stimmung.
Den Auftakt machte eine inspirierende Keynote von Benedict Diederich (openUC2). Anhand seiner eigenen Erfahrungen zeigte er eindrucksvoll, wie aus wissenschaftlichen Ideen konkrete Anwendungen entstehen können und welche Chancen sich eröffnen, wenn Forschung offen gedacht und konsequent weiterentwickelt wird.

Anschließend stellten die Teams der Lichtwerkstatt Makerspace und des StartUpLab ihre Angebote vor und zeigten, welche Infrastruktur Forschenden in Jena zur Verfügung steht, um erste Prototypen zu entwickeln, Ideen zu testen und Innovationen greifbar zu machen.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand jedoch der interaktive Workshop »Build your Impact Pathway«, der vom JENAINNOVATION-Team geleitet wurde. In kleinen, interdisziplinären Gruppen reflektierten die Teilnehmenden zunächst ihre eigenen Forschungsprojekte, mögliche Wirkungsfelder und persönliche Karrierevorstellungen. Anschließend wählte jede Gruppe eine Projektidee aus und entwickelte gemeinsam einen möglichen Innovationspfad.
Dabei wurden Herausforderungen identifiziert, priorisiert und gemeinsam diskutiert: Welche Hürden stehen einer erfolgreichen Umsetzung im Weg? Welche Partner werden benötigt? An welcher Stelle können Förderangebote oder Transferstrukturen unterstützen? Die Innovation Scouts aus dem JENAINNOVATION-Team begleiteten die Diskussionen und halfen dabei, die vielfältigen Perspektiven mit den bestehenden Unterstützungsangeboten zu verknüpfen.


Der Höhepunkt der Veranstaltung war die gemeinsame Abschlussrunde, bei der die Gruppen ihre entwickelten Ideen und Erkenntnisse den anderen Teilnehmenden präsentierten. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Innovationspfade aussehen können und wie wertvoll der Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen ist. Die Präsentationen zeigten auch, wie innerhalb kurzer Zeit aus ersten Gedanken konkrete Ansätze entstehen können, wenn Menschen ihre Erfahrungen und verschiedenen Perspektiven zusammenbringen.



Beim anschließenden Ausklang mit Snacks und Getränken wurden die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgesetzt. Neue Kontakte wurden geknüpft, Ideen weitergesponnen und es entstanden erste Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen.
Neben den fachlichen Impulsen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Die interaktiven Formate ermöglichten es den Teilnehmenden, sich über Fachgrenzen hinweg zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. So leistete die Veranstaltung auch einen Beitrag dazu, die Jenaer Wissenschaftscommunity enger miteinander zu verbinden.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihre Ideen und die lebhaften Diskussionen. Wir freuen uns schon darauf, viele der entwickelten Ideen auf ihrem Weg in die Praxis begleiten zu dürfen!

